Plane Spaltenbreiten so, dass Beschreibungen auf zwei bis drei Zeilen enden; längere Blöcke verlieren Tempo. Berücksichtige Falzbrüche, damit Überschriften nicht abrutschen. Ein Café in Leipzig gewann Übersicht, nachdem es sein Brunch‑Menü von drei ungleichen Spalten auf zwei stabile Kolumnen mit klaren Rastern umstellte.
Setze Piktogramme sparsam ein und richte sie optisch an x‑Höhe, Grundlinien und Innenräumen der Schrift aus. Zu viele Symbole stören den Rhythmus. Ein einziges, wiederkehrendes Akzentzeichen kann reichen, um vegetarische Gerichte konsistent zu markieren, ohne die Balance zwischen Text, Weißraum und Preisen zu kippen.
Wähle ein leicht getöntes, ungestrichenes Material, wenn viel Text vorhanden ist; harte Reinweiß‑Papiere blenden. Für fettige Umgebungen helfen abwischbare Oberflächen, jedoch mit Vorsicht bei Spiegelungen. Lege Muster neben Teller, Glas und Tischlicht, um zu sehen, wie Tonwerte, Textur und Schriftkanten im Alltag reagieren.
Plane Farben mit ausreichenden Helligkeitsdifferenzen, damit selbst schwache Beleuchtung nicht gegen dich arbeitet. Dunkle Schrift auf warmem Elfenbein wirkt ruhig; umgekehrte Varianten benötigen stärkere Schnitte. Teste Kontraste mit simuliertem 300‑Lux‑Licht und frage das Service nach Rückmeldungen, denn es beobachtet Stolperstellen im Betrieb täglich.
Setze Folien, Prägungen oder Spotlack nur dort ein, wo sie Orientierung unterstützen, etwa beim Namen des Hauses oder saisonalen Kapiteln. Zu viel Glanz stört Lesepfade. Eine dezente Blindprägung im Kopfbereich kann Prestige kommunizieren, ohne die ruhige Stimme der Typografie zu übertönen oder zu dominieren.
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